Taten statt Worte

Da n k e  für die kostbare Celebration im ICF!

Heute morgen im Gottesdienst gab es eine Menge Highlights zu sehen und zu hören. Auftakt machte nach dem Lobpreis der fröhliche Kinderchor mit den zuckersüssen Engelsstimmen. Im Anschluss nahmen uns Simon und Josie Bigger mit in einen ersten Teil der Weihnachtsgeschichte und hielten den Fokus auf das Leben von Josef, den Vater von Jesus. Sie beleuchteten das Thema «Wenn Pläne zerbrechen: Was wir von Josef lernen können».

Josef, der Ziehvater von Jesus, wird oft als der stille Heilige bezeichnet, weil er in den Evangelien kein einziges Wort spricht. Stattdessen erfahren wir von ihm durch seine Taten und seine beispielhafte Treue. Josef spielt eine zentrale Rolle in der Heilsgeschichte, insbesondere im Matthäus- und Lukasevangelium, wo seine stille, aber entschlossene Präsenz deutlich wird.

Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war. Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist. Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Dies alles aber ist geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat, der spricht:»Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«. Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus. Matthäus 1,18-25

Was ihn weiter auszeichnet, sind folgende Punkte:

Gehorsam
Im Traum erscheint Josef ein Engel, der ihm offenbart, dass das Kind von Gott stammt und er Maria nicht verlassen, sondern zur Frau nehmen soll. Später folgt er weiteren, göttlichen Weisungen, etwa als er mit seiner Familie nach Ägypten flieht, um das Jesuskind vor Herodes zu schützen.

Demut
Josef akzeptierte seine Rolle als Ziehvater des Messias, ohne nach Ruhm und Anerkennung zu streben. Er war ein einfacher Zimmermann, der für seine Familie sorgte und in Armut lebte.

Schweigen und Handeln
Obwohl Josef nicht spricht, zeigen seine Handlungen grossen Glauben und Vertrauen. Sein stilles Beispiel lehrt, dass Taten oft mehr aussagen als Worte.

Treue
Er war Maria ein treuer Ehemann und Jesus ein liebevoller Vater, der ihn beschützte und als Handwerker ausbildete. Josef gilt heute noch als Vorbild für Väter, Ehemänner und Arbeiter. Seine stille Stärke, sein Glaube und sein Gehorsam inspirieren viele Gläubige dazu, Gottes Willen im Alltag anzunehmen, selbst wenn diese grosse Herausforderungen mit sich bringt.

Während der Predigt zitierte Simon noch das Zitat von Franz von Assisi:

Predige das Evangelium. Falls notwendig, gebrauche Worte. Franz von Assisi

Franziskus betonte immer wieder, dass der christliche Glaube nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch Taten bezeugt werden sollte. Und so war sein Leben geprägt von Demut, Einfachheit und tiefen Engagement, das Evangelium durch sein Handeln zu leben. Für ihn war es wichtig, dass das Leben eines Christen selbst eine «Predigt» ist – durch Liebe, Barmherzigkeit und Respekt gegenüber allen Geschöpfen.

Möge dieses Zitat uns heute ganz neu in Erinnerung rufen, dass Worte allein nicht ausreichen. Ein authentisch, gelebtes Zeugnis voller Liebe hat immer noch die grösste Wirkung.

Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! 1. Johannes 3,18

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