Lino, du bist wunderbar und einzigartig!

D a n k e , dass die Familie Brogle aus Wittnau mit uns ihre bewegende Geschichte teilte.

Heute führte mich der Weg nach Frick in den Saal der reformierten Kirche. Um 09.00 Uhr startete der Morgen mit einem feinen Frühstück, das vom OK  Aglow Frick organisiert wurde. Im Anschluss nahm uns Bettina Müller mit in eine powervolle Lobpreiszeit. Einfach unbeschreiblich, wenn man mit 70 anderen Glaubensgeschwister in Gottes Gegenwart eintauchen darf! Was natürlich auch nicht fehlen durfte, war der Sketch mit Lotti. Dieses Mal unterhielt sie sich mit einem Herrn über eine spezielle Begegnung mit einem einzigartigen Kind, das ihr im Einkaufscenter begegnete. Das war eine geniale Einleitung zum nachfolgenden Gespräch mit der Familie Brogle.

Wir lernten den Vater Didi Brogle kennen, seine Frau Anna und Sohn Luca (18). Hauptperson an diesem Morgen war dann aber ganz klar Lino (15). Er genoss es förmlich im Mittelpunkt zu stehen. Immer wieder ergriff er das Wort und stand auch Red und Antwort, wenn ihm Juli Stihl, die Moderatorin Fragen stellte. Lino brachte uns mit seiner direkten und offenen Art immer wieder herzhaft zum Lachen. Der Vater betonte, dass es nicht immer einfach war mit einem Sohn, der ein Downsyndrom hat. Es fing schon in der Schwangerschaft an. Schon nach zwei Monaten wurde im Ultraschall eine Nackenfalte entdeckt. Bis zur Geburt waren die Eltern im Ungewissen, wie sich die Trisomie 21 weiter entwickelt. Nach der Geburt hätten sie dann schon gehadert und sich gefragt, weshalb es gerade ihre Familie trifft. Sie haben im Vorfeld so viel gebetet. Das Gebet war nicht umsonst, denn Lino hatte keine weiteren Beeinträchtigungen (wie z.B. ein Herzfehler), wie das bekanntlich viele haben.

Wie die Eltern verrieten, was Lino ein sehr aktives Kind. Man musste immer zusehen, dass er von zuhause nicht «abhaut». Ab und zu schaffte er es trotzdem und dass war dann jeweils eine richtige Zitterpartie, bis man ihn wieder in seinen Armen hielt. Was mich sehr gefreut hat zu hören, war der folgende Punkt: Lino konnte zwei Jahre den Kindergarten in einer Regelklasse im Dorf besuchen. Um dann aber den Bedürfnissen von Lino besser gerecht zu werden, besuchte er nach dem Kindergarten die Heilpädagogische Schule.

Zu den Hobbys von Lino zählen das «Gamen» mit seinem älteren Bruder Luca, das Betreuen der eigenen Schafe mit seinem Vater und natürlich das Pflegen und Hegen der Bäume. Nicht zu vergessen ist auch die grosse Liebe zum Schwimmen. Er ist eine richtige Wasserratte. In diesem Element fühlt er sich sichtlich wohl.

An dieser Stelle wünsche ich der Familie Brogle weiterhin nur das Beste und Gottes überreichen Schutz und Segen. Es ist so schön zu sehen, wie sie Dank ihrem Glauben jede Hürde meistert.

Die Bibel spricht übrigens Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder andere genetische Besonderheiten nicht direkt an, da diese medizinischen Konzepte erst in der modernen Wissenschaft definiert wurden. Dennoch gibt die Bibel allgemeine Prinzipien, die sich auf den Wert und die Würde jedes Menschen beziehen – unabhängig von körperlichen oder geistigen Merkmalen. Nachfolgend sind einige biblische Aussagen und Prinzipien, die im Zusammenhang mit Trisomie und ähnlichen Themen verstanden werden können:

Die Bibel betont, dass jeder Mensch von Gott geschaffen und gewollt ist. Dies gilt auch für Menschen mit Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen.

Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoss meiner Mutter. Ich danke dir, dass ich so einzigartig und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele wohl. Psalm 139,13-14

Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt; ehe du aus dem Schoss hervorkamst, habe ich dich geheiligt. Jeremia 1,5

In Gottes Augen ist der Wert eines Menschen nicht an körperliche Perfektion, Intelligenz oder Fähigkeiten gebunden.

Meine Gnade genügt dir; denn meine Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. 2. Korinther 12,9

Schwächen oder Einschränkungen können Gelegenheiten sein, Gottes Kraft und Liebe auf besondere Weise zu erfahren.

Die Bibel fordert uns auf, Menschen, die Unterstützung benötigen, mit Liebe, Respekt und Fürsorge zu behandeln.

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40

Der Umgang mit den Schwächsten zeigt, wie wir Gott dienen.

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Wir sind berufen, einander zu helfen und zu unterstützen, besonders in schwierigen Situationen.

 

Die Bibel enthält Berichte über Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen, die oft Heilung und Würde durch Jesus erfahren haben.

Als Jesus einem Mann begegnet, der blind geboren wurde, fragen die Jünger, ob seine Blindheit die Folge von Sünde sei. Jesus antwortet:

Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbar würden. Johannes 9,1-3

Gott sieht Behinderung nicht als Strafe, sondern als Gelegenheit, seine Gnade und Liebe zu offenbaren.

Die Bibel betont, dass jeder Mensch, unabhängig von genetischen oder körperlichen Merkmalen, von Gott geschaffen und zutiefst geliebt ist. Menschen mit Trisomie oder anderen Besonderheiten sind ein wertvoller Teil der Schöpfung. Christen sind aufgerufen, solche Menschen mit Liebe, Respekt und Unterstützung zu behandeln und Gottes Liebe in ihrer Einzigartigkeit zu erkennen.

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