Lehre uns bedenken …

D a n k e  , dass wir lehren zu bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Heute abend strahlte das Schweizer Fernsehen eine sehr berührende Reportage aus. Mona Vetsch in der Sendung «Mona mittendrin» tauchte ein in eine ganz spezielle Lebenswelt. Drei Tage lang begleitete sie Pflegerinnen im Hospiz St. Gallen und traf auf Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt. Das Hospiz ist ein Ort des Lebens und des Sterbens, an dem Freude und Trauer ihren Platz haben. Schwerkranke und sterbende erwachsene Menschen finden hier ein Zuhause und werden in ihrer letzten Lebensphase unterstützt und begleitet.

Es sind drei intensive und emotionale, aber auch lebensbejahende Tage für Mona Vetsch im Hospiz, denn sie muss merken, über den Tod und das Sterben zu sprechen, ist nicht einfach, aber es hilft. Das Sterben wird dadurch nicht zwingend einfacher, aber das Leben dafür umso wertvoller.

Frage an dich: Ist dir bewusst, dass du heute oder morgen schon Tod sein könntest? Hast du dich mit diesem Gedanken schon befasst? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit …

Der nachfolgende Bibelvers soll dich daran erinnern, dass das menschliche Leben endlich ist. Oft leben wir, als hätten wir unbegrenzt Zeit, doch die Realität ist, dass unsere Tage gezählt sind. Diese Einsicht soll dich nicht in Angst versetzen, sondern zu einem bewussteren und sinnvolleren Leben führen.

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90,12

Der Vers lädt uns ein, unsere Lebenszeit im Licht der Ewigkeit zu sehen. Anstatt uns an vergänglichen Dingen zu orientieren, sollen wir unser Herz auf Gott richten, der ewig ist. Ich bin so froh und dankbar, dass die Bibel an verschiedenen Stellen Hinweise auf dieses Leben nach dem Tod gibt. Hier sind einige zentrale Bibelverse, die Trost und Hoffnung spenden:

Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und wer lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Johannes 11,25-26

Jesus verspricht denen, die an ihn glauben, ewiges Leben. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Übergang in ein neues Leben.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Offenbarung 21,4

Gott schenkt im ewigen Leben Trost und Frieden. Alle Schmerzen und Traurigkeit der irdischen Welt werden vergehen.

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch die Stätte bereite, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Johannes 14,2-3

Jesus bereitet für seine Nachfolger einen Platz bei Gott vor. Es ist eine Einladung in die Gemeinschaft mit ihm in der Ewigkeit.

Gebet:
Herr, lehre mich, jeden Tag als Geschenk zu sehen. Hilf mir, meine Zeit weise zu nutzen und meine Prioritäten so zu setzen, dass sie dir gefallen. Führe mich und alle Menschen zu einem Leben, das von deiner Ewigkeit geprägt ist. Amen.

Denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen. Römer 14,11

Paulus zitiert hier Jesaja 45,23 und betont, dass jeder Mensch sich vor Gott verantworten muss. Es geht darum, dass alle Gott als souveränen Richter anerkennen werden.

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