11 Jan. Ha di fescht lieb, Schwiegerätti
D a n k e lieber Hans für die wunderschöne und unvergessliche Zeit mit dir. Ich werde DICH, dein Lächeln, deine Witze, deinen unermüdlichen Tatendrang, deinen Arbeitseifer und deinen unbeugsamen Kämpfergeist nie vergessen. Du warst etwas ganz Besonderes – wunderbar und einzigartig, voller Charakter und von Gott liebevoll geschaffen.
Heute bist du nach 82 Lebensjahren in die ewige Heimat heimgerufen worden – dorthin, wo es keinen Schmerz, keine Tränen und kein Leid mehr gibt.
Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. Offenbarung 21,4
Für mich war es heute ein zutiefst heiliger und bewegender Moment, gemeinsam mit deiner Schwester Margrith an deinem Bett zu sitzen und dir in deinen letzten Augenblicken Worte der Liebe, des Trostes und der Hoffnung zuzusprechen. Deine Schwester hat dir sanft über den Kopf gestreichelt und dir vertraute Lieder gesungen. Da war so unendlich viel Liebe und Wärme im Raum …
Und dann bekam ich plötzlich diesen EINEN starken Eindruck auf mein Herz gelegt, das VATERUNSER zu beten. Sofort folgte ich diesem göttlichen Input und HERRliches geschah: Ich sprach es in aller Ruhe – so langsam und bewusst wie nie zuvor. Tief in meinem Inneren spürte ich, dass du jedes Wort, jede Regung und jede Emotion noch wahrnahmst.
In den stillen Pausen zwischen den Zeilen flehte ich zu Gott, dir gnädig zu sein, dich in Liebe aufzunehmen und dir eine Ruhe und einen Frieden zu schenken, der allen Verstand übersteigt. Kaum hatte ich das Gebet beendet, tatest du deinen letzten Atemzug. Dieser Moment war so still, so heilig und so tief berührend, dass ich ihn kaum in Worte fassen kann.
Und so empfinde ich es als ein grosses und kostbares Geschenk vom Himmel, dass ich dich, lieber Hans, in deinen letzten Lebensminuten begleiten durfte. Deine anfängliche Todesangst wich von dir und du konntest loslassen und alles hinter dir lassen, was dich noch zurückhielt. Das war Gottes Handschrift in Perfektion!
Und wenn ich schon mit Lobesworte um mich werfe, so möchte ich es nicht unterlassen, auch im Namen meiner Familie, dem ganzen Team vom Alterszentrum am Hungeligraben in Niederlenz einen Dank auszusprechen. Mit viel Liebe, Geduld, Wärme, Respekt und echter Menschlichkeit habt ihr für Hans gesorgt. Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar wir sind. Vergelt’s Gott!
In unseren Herzen werden sein Leben, seine Liebe und sein Wesen weiterleben, bis wir uns eines Tages wiedersehen – in Gottes ewiger Heimat. Hallelujah AMEN
Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er erfüllt die Bitten der Menschen, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen. Er hört ihren Hilfeschrei und rettet sie. Psalm 145,18-19
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