Gut zu wissen

D a n k e , dass Gott uns mit allem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet hat!

In der katholischen und orthodoxen Kirche ist es Tradition, dass man Heilige herbeizieht, um einen Segen zu sprechen. Dieses Wochenende wird zum Gedenken an den heiligen Blasius auch wieder so ein Segen gesprochen. Im Gottesdienst hält der Pfarrer zwei gekreuzte Kerzen vor den Hals der Gläubigen und spricht folgende Worte:

«Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich Gott vor Halskrankheiten und allem Bösen. «

Wer war Blasius? Blasius lebte im 3. Jahrhundert und war Bischof von Sebaste (heutige Türkei). Die Legende besagt, dass er einmal einem Jungen, der eine Fischgräte im Hals hatte, das Leben gerettet haben soll – daher seine Rolle als Schutzheiliger gegen Halsleiden. Er ist nebst dem Schutzpatron von Menschen mit Halskrankheiten auch der Schutzpatron von Ärzten, Bäckern, Musikern, Haustieren und Vieh. Er gehört ausserdem zu den 14 Nothelfern, einer Gruppe von Heiligen, die besonders in Notlagen angerufen werden. 

Und so wird dieses Ritual um seinen Gedenktag (3. Februar) nicht nur in Kirchen abgehalten, sondern auch bei Krankensalbungen. Die Krankensalbung ist ein Sakrament der katholischen Kirche, das schwer kranken oder sterbenden Menschen gespendet wird. Sie dient der Stärkung, Vergebung der Sünden und der Vorbereitung auf das ewige Leben. Aber Achtung, nach biblischem Verständnis kommt der eigentliche Segen jedoch allein von Gott:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns mit allem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen gesegnet hat. Epheser 1,3

Dieser Vers erinnert uns daran, dass Gott uns bereits in Christus mit allem gesegnet hat, was wir für unser geistliches Leben brauchen. Unser wahres Erbe liegt nicht auf der Erde, sondern im Himmel, und es wird durch Jesus zugänglich.

An dieser Stelle möchte ich auf einen weiteren Segen hinweisen. Es ist der Aaronitische Segen, der zeigt, dass der Herr selbst segnet. Es ist ein kraftvoller, biblischer Segen, der Gottes Schutz, Gnade und Frieden über einen Menschen oder eine Gemeinschaft ausspricht. Er erinnert daran, dass Gott uns stets nahe ist und unser Leben segnen möchte. Bestimmt hast du diesen Segen auch schon am Ende von Gottesdiensten oder an besonderen Anlässen gehört.

Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig! Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! 4. Mose 6,24-26

Der HERR segne dich und behüte dich!
Gott schenkt Segen, d. h. Wohlergehen, Schutz und Gnade.
Behüte bedeutet, dass Gott uns vor Unheil bewahrt, geistlich, seelisch und körperlich.

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig
Angesicht leuchten ist ein Bild für Gottes Gunst und Nähe. Gnade bedeutet, dass Gott uns nicht nach unseren Fehlern behandelt, sondern aus Liebe vergibt.

Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden
Erhebe zeigt, dass Gott sich einem Menschen liebevoll zuwendet.
Schalom (Frieden) bedeutet nicht nur Abwesenheit von Krieg, sondern tiefen, inneren Frieden, Heil und Wohlergehen. Einen Frieden, der allen Verstand übersteigt!

Auch wenn ich nicht mehr da bin, wird doch der Friede bei euch bleiben. Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst! Johannes 14,27

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