Dominus Providebit

D a n k e  für die frischen Eier aus dem Hause Keller!

Gestern bestellt und heute von Margrith und Edwin bis vor’s Haus geliefert – das ist Service! Und dazu sind es noch die besten Eier, die man sich wünschen kann. Einmal gekostet, wird es schwierig, zu den Eiern im Laden zu greifen.

Im Hühnerstall von Keller’s fühlen sich die Hühner nämlich vögeliwohl und werden mit viel Liebe umsorgt. Sie haben mehr Platz und können artgerecht leben. Dazu kommt, dass sie in einer kleinen Gruppe leben. Dadurch entsteht weniger Konkurrenz oder Aggression, was sich positiv auf die Tiergesundheit auswirkt. Ich bin auch überzeugt, dass die Hühnereltern auf hochwertiges Futter achten. Das verbessert die Nährstoffzusammensetzung der Eier. Für mich ebenfalls ein sehr zentraler Punkt ist, dass die Hühner am Ettenriedweg in Gippingen keine Wachstumsförderer, Antibiotika oder Zusatzstoffe erhalten, was die Eier folglicherweise natürlicher macht. Ein weiteres Plus ist, dass die Eier nicht wochenlang gelagert werden, wie es bei industriell produzierten Eiern der Fall sein kann.

D a n k e  an dieser Stelle auch für deinen Ideenreichtum, liebe Margrith. Wie ihr aus der Collage entnehmen können, versteht sie es blendend, die Schachtel auf vielfältige Weise zu dekorieren. Heute war sie bestückt mit einem süssen Zweifranken- und Fünffrankenstück.

Wie lautet nochmals die Inschrift der 5-Franken-Münze? Ehrlich gesagt muss ich auch jedes Mal nach dem lateinischen Namen nachsehen:

„Dominus Providebit“ („Der Herr wird vorsorgen“).

Diese Inschrift ist ein Ausdruck des Vertrauens in Gottes Fürsorge und wurde in der Schweiz mit christlichen Traditionen und Werten verbunden. Die Inschrift stammt aus der Bibel, genauer aus der Geschichte von Abraham und Isaak (1. Mose 22,14). Dort vertraut Abraham auf Gottes Versorgung.

„Dominus Providebit“ hat somit eine zeitlose spirituelle Bedeutung, die über ihre biblischen Wurzeln hinausgeht: Sie drückt die Zuversicht aus, dass das Leben – auch in schwierigen Situationen – eine Lösung bereithält, sei es durch göttliches Eingreifen oder durch menschliche Solidarität. Der Satz erinnert daran, dass der Mensch nicht alles kontrollieren kann und es wichtig ist, sich auf höhere Werte zu verlassen. Besonders in Krisenzeiten kann „Der Herr wird vorsorgen“ Menschen ermutigen, weiterzumachen und auf bessere Tage zu vertrauen.

Auf der anderen Seite kann die Inschrift auch als Spiegel der schweizerischen Werte betrachtet werden:

Die Schweiz ist bekannt für ihre Unabhängigkeit und direkte Demokratie. Gleichzeitig wird durch den Satz betont, dass Eigenverantwortung mit einem höheren Vertrauen in das grosse Ganze kombiniert werden sollte. Die Schweiz pflegt seit Jahrhunderten eine neutrale Haltung. Die Inschrift kann auch als Ausdruck von Demut verstanden werden – ein Bekenntnis, dass weltliche Macht und wirtschaftlicher Erfolg nicht alles sind. In einer zunehmend säkularen und digitalisierten Welt verliert die religiöse Botschaft vielleicht an Bedeutung, ABER das Fünffrankenstück bleibt ein Symbol:

Es erinnert an die Wurzeln und Werte der Schweiz. Auch Menschen, die nicht religiös sind, schätzen die Verbindung zur Geschichte. Das physische Geld und die Inschrift bieten eine gewisse Konstante in einer Welt, die sich rasch verändert.

Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht. Römer 12,2,

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