Das göttliche Drängen

D a n k e  für diesen gottgeführten Abend!

Bestimmt hast du auch schon Situationen erlebt, wo dir der Geist Gottes eine Idee auf’s Herz gelegt hat und du voller Motivation die Sache in die Tat umsetzen wolltest. Wider Erwarten kam dann nach der ersten Euphorie die Ernüchterung. Zweifel klopften an die Türe und wollten die Idee zunichtemachen.

Das passierte mir vor zwei Wochen. Es war ein wahrer, geistiger Kampf! Und trotzdem war da DIESES göttliche Drängen, das mich nicht mehr losliess. Und so organisierte ich ganz spontan, das heisst innerhalb von neun Tagen einen Ladies Event im Life Café in Baden. Ich war mir sicher, wenn Gott mir etwas auf’s Herr legt, sorgt er auch dafür, dass es ein Segen wird. Und so war es dann auch! Am liebsten hätte ich natürlich all meine kostbaren Perlen zu diesem Anlass eingeladen, aber ich war vom Platz her limitiert. Wie auch immer, schliesslich begrüsste ich 18 Frauen. Zum Auftakt ging es schon fröhlich zur Sache, denn wir starteten mit zwei bekannten Weihnachtsliedern. Nach dem ersten Lied (Macht hoch die Tür) folgte O du fröhliche. Dazu musste ich natürlich noch die Entstehungsgeschichte erzählen:

Das Lied wurde im Jahr 1816 von Johann Daniel Falk (1768–1826) in Weimar gedichtet. Falk war ein Dichter, Theologe und engagierter Sozialreformer. Nach dem Tod von vier seiner sieben Kinder während einer Typhusepidemie widmete er sein Leben der Unterstützung notleidender Kinder. Er gründete das „Rettungshaus für verwahrloste Kinder“ in Weimar, eine Einrichtung, die sich um Waisen und verarmte Kinder kümmerte.

„O du fröhliche“ wurde ursprünglich als Weihnachtslied für Waisenkinder geschrieben und sollte Trost und Hoffnung spenden. Falk dichtete den Text als Lobpreis auf die christlichen Feiertage: Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Die Melodie stammt aus einem italienischen Volkslied, das unter dem Titel „O Sanctissima“ bekannt ist. Es handelt sich um eine traditionelle Melodie, die im 18. Jahrhundert in Sizilien gesungen wurde und später in ganz Europa verbreitet war.

Nach dem freudigen Gesang genossen wir eine feine Kürbissuppe. Im Anschluss gab ich einen spannenden Input:

Mehr als 700 Jahre vor Christi Geburt machten zwei namhafte Propheten drei wichtige, messianische Prophezeiungen. So sagte der Prophet Micha:

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir wird mir der kommen, der Herrscher über Israel sein soll, dessen Herkunft von Anfang an, von Ewigkeit her gekommen ist. Micha 5,1

Und vom namhaften Propheten Jesaja stammen die folgenden Worte:

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel geben. Jesaja 7,14

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Auf dem Thron Davids wird er regieren und sein Reich auf Recht und Gerechtigkeit gründen, jetzt und für alle Zeit. Der HERR, der allmächtige Gott, wird dies eintreffen lassen, leidenschaftlich verfolgt er sein Ziel. Jesaja 9,5-6

Spannend, nicht wahr? Ich liebe diese kraftvollen Verse!

An dieser Stelle möchte ich den Fokus gerne auf die Hirten auf dem Feld richten. Lukas, „der geliebte  Arzt“, wie er im Kolosserbrief bezeichnet wird, berichtet als einziger über die Details in dieser Weihnachtsgeschichte:

Und es waren Hirten in derselben Gegend, die auf freiem Feld blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. Und ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, ⟨der⟩ Herr, in Davids Stadt. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen[5], die Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in[6] den Menschen ⟨des⟩ Wohlgefallens! Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel auffuhren, dass die Hirten zueinander sagten: Lasst uns doch hingehen nach Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen ist und die der Herr uns kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden Maria und Josef, und das Kind in der Krippe liegend. Als sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort bekannt, das über dieses Kind zu ihnen geredet worden war. Und alle, die es hörten, wunderten sich über das, was ihnen von den Hirten gesagt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten zurück, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es ihnen gesagt worden war. Lukas 2,8-20

Gott erwählte die Hirten, die in der Gesellschaft wenig angesehen waren, um als Erste von der Geburt Jesus, dem Retter und Erlöser zu erfahren. Und so leuchtete die Herrlichkeit des Herrn über sie – ein Zeichen, dass Jesus das wahre Licht der Welt ist.

Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12

Die Hirten erkannten dieses Licht und glaubten der Botschaft. Umgehend verbreiteten sie die Freude weiter.

Spannend ist auch der Vergleich mit den Hirten auf dem Feld und König David. Sie teilen mehrere Gemeinsamkeiten, die sowohl in ihrer Lebensweise als auch in ihrer symbolischen Bedeutung in der Bibel deutlich werden:

Sowohl die Hirten als auch David wurden von Gott in besonderer Weise erwählt.

David wurde von der Arbeit auf dem Feld gerufen, als der Prophet Samuel ihn zum König salben wollte.

Die Hirten auf dem Feld bei der Geburt Jesu lebten ebenfalls ein einfaches Leben als Hüter der Herden, oft unter einfachen und gefährlichen Bedingungen.

Sowohl David als auch die Hirten haben eine Verbindung zur Stadt Bethlehem:
David wurde in Bethlehem geboren und dort zum König gesalbt. 1. Samuel 16,13

Die Hirten wachten über ihre Herden in der Nähe von Bethlehem, wo Jesus, der Sohn Davids, geboren wurde. Lukas 2,4-8

Bethlehem wird in der Bibel als der Ort betont, an dem Gott seine Pläne mit einfachen Menschen beginnt, um Großes zu bewirken.

Gott wirkt auch in deinem Leben Grosses! Kannst du das glauben?

Am heutigen Abend gab es noch manchen Leckerbissen. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Eins ist gewiss: Ich halte jeden wertvollen Moment wie ein kostbarer Schatz in meinem Herzen.

Die Hirten auf dem Feld und König David verkörpern die Demut und Treue, die Gott von seinen Dienern sucht. Ihre Geschichten zeigen, dass Gott oft das Geringe und Schwache erwählt, um seinen Plan der Erlösung zu offenbaren. Durch Jesus, den guten Hirten und Nachkommen Davids, wird diese Verbindung schließlich vollendet.

Wie können wir in der Weihnachtszeit das Licht Jesu in unseren Alltag und in die Welt tragen?

Gebet: „Herr, wie die Hirten wollen wir dein Licht erkennen und uns von deiner Botschaft berühren lassen. Hilf uns, in Demut auf dich zu hören, dich als unseren Hirten anzuerkennen und dein Licht in die Dunkelheit dieser Welt zu tragen. Amen.“

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