26 Jan. Ein ganz besonderes Geschenk
Danke für dieses ganz besondere Geschenk.
Heute wurde ich von der Schwester meiner Schwiegermutter mit 49 ganz besonderen Andachtsbildchen beschenkt. Erika meinte: „Ich ha dihei gruumet und bin debi uf die Chärtli gstosse. Ich han dänkt, dass du sicher Freud dra häsch.“ Und JA – dem war so! Sie traf den Nagel mitten auf den Kopf! Die Worte fühlten sich an wie Balsam.
Meine Gedanken schweiften zurück zu meiner eigenen Kindheit. Solche Bildchen fanden sich zuhauf in den katholischen Kirchgesangsbüchlein.
Wow – was für ein Schatz!
Sehr gerne möchte ich mit dir einige dieser Bilder resp. Texte teilen, die mein Herz besonders berührten:
Auf einem fand sich einer meiner Lieblingsbibelverse:
Selig sind, die ein reines Herz haben. Matthäus 5,8a
Für mich bedeutet das, dass ein reines Herz kein perfektes Herz ist, sondern ein aufrichtiges, liebendes Herz. Ein Herz, das sich immer wieder nach Gott ausrichtet, trotz Schwächen und Stolpern. Und genau so ein Herz darf Gottes Nähe erfahren – hier und jetzt, im ganz normalen Alltag.
Ein anderes Kärtchen präsentierte Jesus am Kreuz. Darunter konnte man folgende Worte lesen:
„Jesus Christus, Erlöser der Welt!“
Und schliesslich das eine Kärtchen dem dem Satz:
«Dem Sonntag ohne Messe folgt eine Woche ohne Segen.»
Der Sonntag ist der geistliche Mittelpunkt der Woche. Wir begegnen Christus, hören sein Wort und empfangen Stärkung für unseren Weg. Wer diese Quelle meidet, verliert leicht die innere Ausrichtung und Kraft für den Alltag. Der Satz ist keine Drohung, sondern eine Einladung: Wer sich Gott am Sonntag öffnet, geht gesegnet in die neue Woche. Denn wie wir den Sonntag leben, so prägt sich unser ganzes Leben.
Kein magischer Automatismus
Wichtig: Der Satz ist keine Drohung im Sinne von:
„Wenn du einmal fehlst, straft Gott dich.“
Eher ist er eine Beobachtung: Wenn ich mich freiwillig von dem entferne, was mich geistlich nährt, dann lebe ich schneller aus mir selbst statt aus Gott. Und das fühlt sich irgendwann leer, schwer oder orientierungslos an.
„Ohne Segen“ heisst nicht: Gott ist weg
Gott bleibt treu, aber ich kann mich selbst aus der Haltung des Empfangens herausbewegen. Der Segen ist nicht nur etwas, das Gott gibt, sondern auch etwas, wofür ich mich öffne.
Der Sonntagsgottesdienst ist ein zentraler Ort dieser Öffnung.
Tieferer Kern des Satzes
Man könnte ihn auch so umformulieren: Wer den Sonntag vernachlässigt, verliert leicht die innere Ordnung der Woche.
Oder: Wie ich meine Woche beginne, prägt, wie ich sie lebe.
Seelsorglicher Blick
Manchmal fehlen Menschen nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus: Erschöpfung, Krankheit, familiären Lasten, inneren Kämpfen.
Für solche Situationen gilt: Gott ist barmherzig!
Der Satz zielt eher auf die freiwillige, gleichgültige Abkehr.
Und zum Abschluss noch zwei Leckerbissen, die bestimmt auch dein Herz zum Tanzen bringen:
Jesus, du bist der Heiland der Welt. Lass mich dir dienen, solang dir’s gefällt.
Jesus, du bist der Lehrer der Welt, lass mich dir dienen, solang dir’s gefällt, lass mich Dir folgen mit frommem Sinn, bis ich einst ewig bei dir bin.
No Comments